Montag, 9. November 2009

"... das glücklichste Volk der Welt"

Abb.: Glückliche Menschen
Abb.: Glückliche Menschen

Abb.: Glückliche Menschen
Das waren die Deutschen - vor 20 Jahren. Die damaligen Ereignisse vor, während und nach dem Fall der Mauer werden von einem deutschen Fernsehsender an die erste Stelle von 25 weiteren "emotionalsten Deutschland-Momenten" gestellt (RTL). Zu den emotionalen Momenten vor 20 Jahren gehört unter anderem die Montagsdemonstration in Leipzig am 4. September 1989 (ARD).

Zu ihnen gehört der Jubel, in dem die letzten Worte eines früheren, westdeutschen Außenministers untergehen, der den Flüchtlingen in der Prager Botschaft am 30. September 1989 mitteilt, "dass heute ihre Ausreise" ... (unverständliches, von allen verstandenes Satzende) (ZDF). (Siehe auch die ersten vier Fotos dieses Beitrages.)

Zu ihnen gehört die Montagsdemonstration in Leipzig am 10. Oktober 1989 (ZDF). Es gehören dazu viele emotional bewegende Momente auf der riesigen Demonstration auf dem Berliner Alexanderplatz am 4. November 1989 (Phoenix, in 14 Teilen).

Abb.: Glückliche Menschen
Es gehört dazu, dass die Menschen am 23. Oktober 1989 auf der Montagsdemonstration in Leipzig zum ersten mal nicht nur rufen "Wir sind das Volk!", sondern "Wir sind ein Volk!". (Stud. gen.)

Es gehört dann dazu - nach der "beiläufigen" Verkündung, dass Reisefreiheit herrsche - das erste verzagte, ungläubige Überschreiten der Grenzübergangsstellen. Und der spontane Empfang durch die Westdeutschen. Es gehört dazu der Jubel, der dem Westberliner Regierenden Bürgermeister entgegen schlägt, wo immer er spricht, was immer er den Leuten auf der Straße sagt.

So unter anderem sein berühmtes Wort: "Wir Deutschen sind heute das glücklichste Volk der Welt." (ARD)
Abb.: Weinen vor Glück
Tage des Glückes, wie sie Gesellschaften selten erleben. Vielleicht zu selten. Aber aus Glück und daraus gewonnenem Selbstvertrauen erwächst die seelische Kraft, mit den allzu oft entmutigenden, bedrückenden Problemen des Alltags und von Krisenzeiten besser fertig werden. Es gibt also viel Grund, dem emotional Wesentlichen dieser Tage auf den Grund zu gehen. Auf diesen kommen von abgedroschene, phrasenhafte Politiker-Reden am wenigsten.

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