Freitag, 31. Mai 2019

Die weibliche Seite der Volksseele / Die männlichen Machtgestalter der Volksseele

Ein erstes Umsinnen des unterschiedlichen Zugangs von Männern und Frauen zur Volksseele
Wo liegen die Ursachen dafür? Und welche Auswirkungen ergeben sich daraus?

In diesem Beitrag geht es um die weibliche Seite der Volksseele einerseits und die männlichen Machtgestalter der Volksseele andererseits. Es sollen Gedanken in den Raum gestellt werden. Sie sollen ein wenig hin- und hergewendet werden. Es geht nicht nur um den Zusammenhang zwischen Weiblichkeit und Volksseele, sondern auch um die Rolle der Männer im Zusammenhang mit der Volksseele: In welcher Hinsicht könnte die weibliche Seite der Volksseele, verkörpert eben in den weiblichen Angehörigen eines Volkes, auch für Männer ein Zugang zum Geist der Volksseele selbst sein? Das ist eine von mehreren Fragerichtungen dieses Beitrages, vielleicht zunächst die vordringliche.




Das hier eingestellte Video (1) dazu hat eher nur experimentellen, "vortastenden" Charakter. Es soll das Thema gedanklich umkreisen und in dieses einführen. Der folgende Text, der zunächst von diesem Video seinen Ausgang nahm (als Mitschrift), soll nach und nach gründlicher ausgearbeitet und durchgearbeitet werden. Dies soll auch geschehen dadurch, daß die wissenschaftliche Literatur zu den angesprochenen Einzelthemen herangezogen wird.

Das Video nimmt seinen Ausgang von dem Denken des ersten Vertreters der Evolutionären Psychologie in Deutschland.

Dieser erste Vertreter war eine Frau. Ihr Name: Mathilde Ludendorff (1877-1966) (Wiki). Die Frage, ob ihre Werke über Individual- und Gruppenpsychologie ebenso wie über Philosophie (z.B.: 2) insgesamt noch einen wesentlichen Beitrag zum geistigen und wissenschaftlichen Leben unserer Zeit darstellen, braucht gar nicht entschieden werden, wenn man mit guten Gründen feststellen kann, daß sie sich in jedem Falle hervorragend eignen sozusagen als Gedanken-Steinbrüche. Als Gedanken-Steinbrüche, um sich zum Durchdenken von individual- und gruppenpsychologische Zusammenhängen anregen zu lassen und sie dann natürlich auch eigenständig weiter zu denken. Das macht natürlich nur Sinn vor dem Hintergrund des sich fortlaufend erweiternden Wissensstandes und des sich ständig fortentwickelnden Erfahrungsstandes der Gegenwart.

Vor allem sei noch bemerkt, daß es auf dem Gebiet seelischer Erkenntnisse - insbesondere der hier zu behandelnden Art - nur wenig Sinn macht, "graue Theorie" für sich selbst "graue Theorie" sein zu lassen. Der Bezug zu Selbsterlebtem, gefühlsmäßig selbst Nachvollzogenem - und zwar aus dem Erleben der heutigen Zeit heraus - muß spürbar sein und auch gültig in Worte gefaßt werden können.

Die Volksseele - Und die Frage nach der Machtverteilung der Geschlechter in einem Volk


03:30 - Die Machtgestaltung in einem Volk sieht Mathilde Ludendorff eher von den Männern ausgehen. "Ehrgeiziges" Streben nach Macht und Einfluß ist ein eher männlicher Antrieb. Und so sehen wir heute auch Machtgestaltung durch geheime Männerorden, die Frauen nur noch als Vordergrundpolitikerinnen "benutzen", ohne daß ihnen erlaubt wäre, jemals ausschlaggebender eine von der Volksseele mitbestimmte weibliche Seite zum Erklingen zu bringen.

Die Machtverteilung der Geschlechter in einem Volk könnte - nicht zuletzt vor dem Hintergrund solche Umstände - eine sehr wesentliche Frage sein (2, S. 245-254). Das weibliche Prinzip könnte in der Politik, in der unmittelbaren und mittelbaren Geschichtegestaltung eine womöglich sehr segensreiche Rolle spielen. Und sich in eine solche segensreiche Rolle auch als Mann einzufühlen, kann womöglich auch Männern heute ein Gefühl dafür geben, was überhaupt erfordert ist zur Zukunftssicherung von Völkern unserer Art.

Mit unmittelbarer Geschichtegestaltung ist hier übrigens die Tagespolitik gemeint, mit mittelbarer Geschichtegestaltung ist gemeint die Erziehung, die Beeinflussung des Zeitgeistes, der Kultur, der Stimmung eines Volkes durch Lehrer, Erzieher, "Meinungsmacher" aller Art, sowie auch durch die wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt. Männerorden und Psychosekten haben früh in der Geschichte erkannt, daß die mittelbare Geschichtegestaltung (heute auch "Metapolitik" genannt) erst die Voraussetzung dafür bietet, daß auch die unmittelbare Geschichtegestaltung in ihrem Sinne erfolgen kann. 

In jedem Fall darf stark infrage gestellt werden, ob es gerade der heute so aggressiv vorgetragene "Feminismus" ist, der ja heute eher die angeborenen und kulturell durchgestalteten seelischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern als unbedeutend oder gar als schädlich für moderne Gesellschaften ansieht, ob dieser segensreiche Auswirkungen auf das Leben der Völker in der Zukunft haben wird.

Das Wirken der Volksseele - In bedeutenden Frauen während völkischer Aufbruchszeiten (1813 und 1914)


04:55 - Aus der Geschichte der Frauenbewegung, insbesondere auch der deutschen, lassen sich aber auch viele wertvolle, weiterführende Beispiele anführen, die ein sinnvolles Nachdenken über eine fruchtbare Machtverteilung der Geschlechter in einem Volk ermöglichen.

07:45 - Wir wiesen in diesem Zusammenhang auf die deutsche Frauenrechtlerin Gertrud Bäumer (1873-1954) (Wiki) hin als ein erstes Beispiel. Sie war parteipolitisch in ihrer Zeit in der "Mitte des demokratischen Spektrums" angesiedelt. Das mußte aber zu ihrer Zeit noch keineswegs heißen, nicht völkisch oder gar anti-völkisch zu sein. Ganz im Gegenteil. Aus Anlaß der 100-Jahr-Feier der Völkerschlacht von Leipzig und damit dem Beginn der Befreiung Deutschlands von den Franzosen in den Befreiungskriegen 1813 bis 1815, veröffentlichte Gertrud Bäumer ihren Aufsatz "Vom politischen Frauengeist des Jahres 1813". In diesem zeigte sie anhand des Briefwechsels zwischen Caroline von Humboldt (1766-1829) (Wiki) und ihrem Ehemann Wilhelm von Humboldt (1767-1835) (Wiki) der Jahre 1813 bis 1815 Möglichkeiten wertvoller weiblicher Einflußnahme auf die männliche Geschichtegestaltung in Zeiten eines völkischen Aufbruchs auf (3, S. 157f; 4). Wilhelm von Humboldt war zwischen den Jahren 1801 und 1819 als preußischer Legationsrat mit der unmittelbaren Gestaltung der Schicksale Preußens in der Politik befaßt, ebenso wie mit der mittelbaren Gestaltung der Schicksale Preußens als Bildungspolitiker.*) Caroline von Humboldt nun verschaffte dem heißen, leidenschaftlichen Wollen der Volksseele und dem Volkswillen Preußens in ihren Briefen an ihren Ehemann kraftvollen Ausdruck. Und Wilhelm von Humboldt wußte diesen Umstand - als besondere Stärke der Frau an sich - auch sehr wohl zu schätzen. Und all dies zeigte Gertrud Bäumer in ihrem Aufsatz von 1913 (4) als vorbildlich (4).

Im Jahr 1916 hat Gertrud Bäumer ihre bis dahin erschienen "Kriegsaufsätze" in Buchform veröffentlicht unter dem Titel "Weit hinter den Schützengräben". Das Inhaltsverzeichnis enthält auch ihren Aufsatz von 1913, läßt aber auch erkennen, welche Fragen eine völkisch gesonnene Frau dieser Zeit umsonnen hat (zit. n. ZVAB):
Frauenbewegung und Nationalbewußtsein / Freideutsche Jugend / Zum Jahresbeginn 1915 / Vaterlandsliebe und Völkerhaß / Die Bürde des Hasses / Der Genius des Krieges / Philosophen des Krieges / Vom politischen Frauengeist des Jahres 1813 / Geibel zum Gedächtnis / Der deutsche Geist in der Lebensanschauung / Das geistige und das militärische Deutschland / Die Frau am Pfluge / Die Eingliederung der Frauen in die Kriegsfürsorge / Frauendienst in der Volksernährung / Der weibliche Arbeitsmarkt im Kriege / Der Patriotismus im Wirtschaftsleben / Bevölkerungspolitik und Kindersegen / Weltkrieg und deutsche Bildung / Die Bürgerin im künftigen Deutschland
Im oben eingebundenen Video wird dann das Augusterlebnis von 1914 angesprochen. Es werden genannt Werner Heisenberg, Arnold Zweig, Rainer Maria Rilke als Zeitzeugen, die eindrucksvolle Worte und Schilderungen des Augusterlebnisses hinterlassen haben. Es wird auch auf das damals berühmte Gedicht des deutschen Dichters Rudolf Alexander Schröder verwiesen: "Heilig Vaterland in Gefahren / Deine Söhne sich um dich scharen ...".

Das Wirken der Volksseele - Im Zusammenhang mit Geschlechterbeziehungen


Das Wirken der Volksseele kann auch im Zusammenhang mit Geschlechterbeziehungen im engeren Sinne weiter verfolgt werden. Die Partnerwahl (Wiki) ist, so weiß man durch die Forschungen der Soziobiologie der letzten Jahrzehnte, bestimmt von der unbewußten und auch bewußten Wahrnehmung genetischer und kultureller Ähnlichkeit, wahrgenommen etwa über Körpergeruch (Wiki). Aus diesem Grund hat auch die sogenannte "Pille" eine Bedeutung für die Partnerwahl, weil sie den Körpergeruch und die Geruchswahrnehmung verändert.

Nach der Psychologie von Mathilde Ludendorff könnte ein gotterfülltes Leben durch Paarbeziehungen erleichtert sein und diese wiederum könnten stabilisiert werden dadurch, daß die Volksseele in ihnen mitspricht und immer wieder zum Erklingen gebracht wird. Mathilde Ludendorff sagt in diesem Zusammenhang, daß die "Minnebegeisterung" von der Volksseele mitbestimmt sein kann oder sogar ausgelöst sein kann. In diesem Zusammenhang könnten noch unglaublich viele Fragen erörtert werden und könnte vielen Fragen nachgegangen werden, auch mit jeweiliger Bezugnahme auf aktuelle Forschungsergebnisse der Evolutionären Psychologie, bzw. Soziobiologie (Wiki).


Das Wirken der Volksseele - Und die große Rolle des Verhaltenshormons Oxytocin dabei


Die Frau steht der Volksseele näher als der Mann, "weil" sie die Kinder bekommt und weil der Fortbestand eines Volkes von der Kinderzahl der Frauen abhängig ist, von der Freude, mit der Frauen Kinder haben. So sagte Mathilde Ludendorff schon ganz entsprechend evolutionärer Rationalitäten.

Zu solchen Aussagen kann die große Bedeutung des Verhaltenshormons Oxytocin in Beziehung gesetzt werden. Es hat Bedeutung für menschliche Miteinander ganz allgemein, besonders aber für menschliches Miteinander in Ehen, zwischen Eltern und Kindern (6), zwischen Freunden und auch innerhalb von Ethnien und Völkern.

Die Gefühle, die mit Oxytocin-Ausschüttung in Zusammenhang stehen, können zu den heftigsten gehören, die der Mensch erlebt. Oxytocin zum Beispiel steigert das geschlechtliche Verlangen, die Lust. Und man könnte mutmaßen, daß sogar dieser Umstand in einem untergründigen Zusammenhang mit dem Wirken der Volksseele steht. In Bezug auf unser Gefühlsleben im menschlichen Miteinander können ja Heftigkeiten nach vielerlei Richtungen hin vorliegen.

Oxytocin wird vor allem bei der geschlechtlichen Beglückung (dem Orgasmus) ausgeschüttet, ist also verbunden mit den heftigsten und innigsten Körperreaktionen und Gefühlsaufwallungen, die der Mensch kennt. Und es wird dabei stärker ausgeschüttet bei Frauen als bei Männern. Und solche Heftigkeiten können nicht nur starke Bindungen an unseren nächsten, wichtigsten Menschen in unserem Leben mit sich bringen, sondern auch an unser Volk, an unsere Rasseangehörigen.

Um diesbezüglich die wichtigsten Zusammenhänge zu verstehen, sei auf den deutschen und den englischsprachigen Wikipedia-Artikels zum Thema verwiesen (Wiki). Auf dem deutschsprachigen heißt es gegenwärtig zur Bedeutung des Oxytocins für das völkische Miteinander (Wiki):
Die Arbeitsgruppe von Carsten K. W. De Dreu brachte Oxytocin beim Menschen auch mit defensiver Aggression gegenüber Außenseitern, einer Handlungsausrichtung zum Vorteil der Eigengruppe (engl.: in-group favoritism) und einer Änderung des Allianzverhaltens in Zusammenhang. Oxytocin schüre Vorurteile, Fremdenangst und Gewalt zwischen den Mitgliedern verschiedener Gruppen, so die Schlußfolgerung (...). Der Freiburger Psychologe Markus Heinrichs, ein Pionier der Oxytocin-Forschung am Menschen, weist diese zurück: Die eigenen Leute zu bevorzugen sei nicht mit Aggression anderen gegenüber gleichzusetzen.
Das heißt, auch der genannte Heinrichs weist die Bedeutung des Oxytocin's hinsichtlich der Bevorzugung der Angehörigen der eigenen Ethnie, des eigenen Volkes nicht zurück. Auf dem englischen Wikipedia heißt es zu dem selben Thema noch weitaus ausführlicher (Wiki):
Individuen einer Rasse können dazu geneigt sein, Individuen derselben Rasse eher zu helfen als Individuen einer anderen Rasse, wenn diese Schmerzen fühlen.
Mit einer höheren Dosis Oxytocin seien Versuchspersonen sogar bereit, zum Vorteil der eigenen Gruppe eher zu lügen. Auch wenn man seinen eigenen Gruppenwert gegenüber anderen argumentativ verteidigt, spiele Oxytocin eine Rolle. Das geschehe auch auf der Ebene von Völkern und Nationen. Daran sieht man, wie umfangreich Multikulti-Propaganda betrieben werden muß, um der starken Wirkung des Oxytocin's entgegen zu wirken. Denn das menschliche Verhaltenshormon Oxytocin scheint ständig gegen diese Propaganda anzuarbeiten und dem Einzelmenschen unterschwellig zuzuflüstern: Alles nur Propaganda, oberflächliches Geschwätz. Im Ernstfall kommt es allein auf dein Volk, auf deine Rasse an. Da solltest du auch vor allem erst einmal deinem Volk, deiner Rasse helfen. Robert Putnam hat all das ja auch schon in seinem wichtigen Buch "Bowling Alone" festgestellt. Nämlich daß es in gemischt-ethnischen Nachbarschaften viel weniger gegenseitige Hilfe und gemeinschaftliche Aktivitäten gibt als in mono-ethnischen Nachbarschaften, daß also die multikulturelle Gesellschaft zur Vereinzelung des Menschen führt, daß sie ihn auf den zusammenhanglosen "Egotrip" bringt. Mit einer höheren Dosis Oxytocin empfindet man auch stärkere positive Gefühle für die Fahnen des eigenen Landes.*)

Geburt und Tod des Einzelmenschen - In der "Hut" der Volksseele


Die Geburt der Nation also "aus dem Schoß der Mütter", so möchte man sagen. Denn schon vor und während der Geburt werden Mutter und Neugeborenes unter normalen Umständen mit Oxytocin überschüttet, durchflutet. Um so mehr sie das schon während der Schwangerschaft sind, um so besser ist nach der Geburt auch die Mutter-Kind-Bindung und um so geringer die Gefahr nachgeburtlicher Depression auf Seiten der Mutter (7). Allerdings können hier offenbar die Verhältnisse nicht einfach dadurch verbessert werden, daß Oxyotcin künstlich zugeführt wird. Auch dieser Umstand mag bemerkenswert sein (7). Der deutsche Dichter Josef Weinheber könnte also in einem konkreteren naturwissenschaftlichen Sinne recht gehabt haben, als er es selbst vermutlich geahnt hat, nämlich als er dichtete:
Wollen Götter ein Volk strafen, so fügen sie,
daß ein irres Geschlecht seinen Beginn verwirft:
Kron und Leiden der Mütter.
Dies ist Nacht. Und es fällt dahin.
Worte eines Sehers! Fast in jeder Zeile ein tiefer Gedanke. Ein Volk kann auch das Gedenken an seinen Anfang "als Volk" verwerfen, es kann das Gedenken an seine Volkwerdung, an seine Ethnogenese und an sein geschichtliches Heranreifen "verwerfen". Und es kann das Gedenken verwerfen an die lebenserhaltenden Gesetze***), nach denen es einstmals angetreten ist. Im Oxyotcin scheint eine große und geheimnisvolle Kraft zur Volkserhaltung enthalten zu sein. Zugleich aber erkennen wir auch, wie stark diese Kraft gefesselt sein muß derzeit, wenn man sieht, wie ein "irres Geschlecht" ja tatsächlich dem eigenen Volk so gar keinen Eigenwert mehr zumißt, ja, wie ein "irres Geschlecht" auf das eigene Volk, auf die eigene Rasse zu spucken geneigt scheint. Aber djenes Gedicht "An den Wurzen", dessen letzte Zeilen wie eben zitiert lauten, beginnt auch mit ebenso tiefen Worten:
Schicksal: Keines umsonst, das aus den Müttern stammt ...
Hier erscheint uns dem Wirken der Volksseele - sozusagen in Reinform - Ausdruck gegeben zu sein. Und wenn wir diese Dinge weiter denken, so darf man vermuten, daß Oxytocin nicht nur bei der Geburt, sondern auch beim Tod eines Menschen eine Rolle spielt. Vermutlich erfahren unsere Angehörigen auch noch eine überdurchschnittliche Oxytocin-Ausschüttung, wenn wir sterben und wenn sie an unserem Grab bei der Beerdigung stehen. Bekanntlich sind nicht selten unter den Menschen auch bei diesem Anlaß starke Gefühle im Spiel. Und insbesondere wenn Menschen sterben, die für andere Menschen oder gar für ein ganzes Volks bedeutend waren, mag die Volksseele in den Anteil Nehmenden besonders stark aus diesem Anlaß sprechen.

Nicht selten ja auch ist das Sprechen der Volksseele von den Dichtern unseres Volks mit dem Tönen einer großen Glocke verglichen worden. So von Friedrich Schiller in "Die Glocke". Und etwa auch der Siebenbürgendeutsche Schriftsteller Heinrich Zillich (1898-1988) (Wiki) sprach von der "Großen Glocke" seiner Heimatstadt Kronstadt als von der Glocke der Heimat, die in allen Menschen seiner Heimat wiederklang (8).

Oxytocin spielt in einigen wesentlichen weiblichen Lebenszusammenhängen eine größere Rolle als in entsprechenden männlichen Lebenszusammenhängen (Partnerbindung, Eltern-Kind-Bindung). Das betrifft sowohl die psychische Bindung der Frau an den Ehepartner, bzw. geradezu die Prägung auf diesen. Und das betrifft auch die psychische Bindung an, bzw. Prägung der Mutter auf das neugeborene Kind. 

Frauen haben bekanntermaßen auch einen anderen Zugang zu Gefühlen. Und dies betrifft auch die Gefühle hinsichtlich ethnischer Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit. Interessanterweise wird Oxytocin bei Männern sogar in anderen Körperzellen gebildet als bei der Frau (Wiki).

Im Video werden die weiblichen Seherinnen in indogermanischen Völkern angesprochen. Und so stellt sich die Frage: Wo sind Frauen auch für Männer heute wichtig, um an das tiefere Wollen der Volksseele heranzukommen? Diese Möglichkeit kann man vielleicht in Paarbeziehungen am besten ausloten. Paarbeziehungen haben ja eben nicht nur Bedeutung für die beiden betroffenen einzelnen Menschen, sondern auch für das größere Ganze, dem sie angehören. Das Hören auf die Volksseele, das Nachklingen lassen ihres Wollens im eigenen Leben, könnte insbesondere auch hilfreich sein, um Paarbeziehungen überhaupt zu stabilisieren. Volksseele schafft Einverständnis der Menschen untereinander, insbesondere - wie schon gesehen - innerhalb der gleichen Gruppe, der gleichen Ethnie. Und deshalb auch noch einmal verstärkt innerhalb von Paaren (so wurde das auch schon von der frühen Evolutionären Psychologin Mathilde Ludendorff ausgeführt).

"Blut und Boden" - starke Verwurzelung in der Heimat, im Volk


20:00 - Das Verhaltenshormon Testosteron kann womöglich eher den thymotischen Gefühlen (ein Begriff, der von Peter Sloterdijk gesprägt und ausgelotet worden ist) an die Seite gestellt werden. Sein Wirken findet etwa äußeren Ausdruck in männlichen Rangkämpfen. Hier sind die Rangkämpfe bei Schimpansen hervorragend geeignet, um sich über grundlegendere Gesetzmäßigkeiten klar zu werden. Die Weibchen führen miteinander keine Rangkämpfe, sondern behalten lebenslang ihren Rang in der Gruppe bei, in den sie - sozusagen - hinein geboren wurden. Nur wenn eine Schimpansen "über" ihnen stirbt, rücken sie in der Hierarchie auf. So wurde es in diesem Jahr in einer neuen Forschungsstudie ausgeführt.

Da die Volksseele also in vielen grundlegenderen Zügen eher weiblich als männlich ist, ist das Einfühlen in die Volksseele nicht selten auch mit dem Nacherleben weiblicher Komponenten verbunden. Im traditionellen völkischen Denken wurde diesbezüglich oft von dem Zusammenhang zwischen "Blut und Boden" (Wiki) gesprochen. Der bayerische Ministerpräsident Heinrich Held (1868-1938) (Wiki) antwortete in diesem Sinne Ende der 1920er Jahre in einer Umfrage auf die Frage nach Deutschlands Zukunft lapidar mit den Worten: "Zeugende Männer, säugende Frauen." (Nach der Erinnerung zitiert.) Das entsprach dem typischen "Blut-und-Boden-Denken" der damaligen Zeit. Es aber natürlich auch rein von der Sachaussage her schlichtweg richtig und stimmig. Denn nur ein kinderreiches Volk hat auch eine Zukunft Im Blut-und-Boden-Denken spielt die Heimatverbundenheit, die Verbundenheit mit der "Scholle" eine große Rolle, ebenso das Bauerntum als das Völkerleben tragende Volksschicht.

Abb. 1: Deutscher, weltoffener Patriotismus während der Fußballweltmeisterschaft im Sommer 2006; Fotograf: © Arne Müseler / arne-mueseler.de / CC-BY-SA-3.0 (Wiki)


Warum "versandet" das Erleben der Volksseele immer wieder?


In einem Kommentar zu diesem Video wurde (am 30.5.2019) gefragt (von "user2314"):
Warum wirkte die Wiedervereinigung 1990 nicht wie das Augusterlebnis von 1914 und ist stattdessen versandet?
Das ist natürlich eine sehr berechtigte und sehr drängende Frage. Zu ihr wäre zu sagen: Auch das Augusterlebnis von 1914 ist ja letztlich irgendwann wieder "versandet", bei den einen Menschen früher, bei den anderen später, spätestens aber ab 1916 in zunehmendem Maße. Die Menschen fielen in Deutschland in ihr persönliches, egoistisches Alltagsleben nach und nach stärker zurück. Das wirkte sich auf das Wirtschaftleben aus ("Schiebertum", "Kriegsgewinnler"), aber mehr noch auf die innen- und außenpolitischen Debatten. Nur an der Front wurde die Volksseele von den Soldaten, die dort ständig die Bedrohung erlebten, bis 1918 durchgängig sehr stark erlebt. Und daraus ergab sich dann ja auch das lange nachwirkende "Fronterlebnis", daraus ergab sich der Geist der Freikorps und daraus ergab sich der lange nachwirkende Geist, der dann Ausdruck fand in der völkischen Bewegung der 1920er Jahre. Und dieser Geist war so stark, daß er durch einen typischen CIA-"regime change" (Wiki) wie den von 1933 gehijackt und - durch innen- und außenpolitische Übersteigerung - gegen die Wand gefahren werden "mußte". (1933 waren Allen Dulles und seine Leute in Deutschland sehr aktiv [Wiki].)

Man möchte übrigens meinen, daß die Volksseele kurzzeitig auch auflebte während des "deutschen Sommers" in der Fußballweltmeisterschaft von 2006 in Deutschland (Wiki). Man bekam eine Ahnung davon, daß es durchaus etwas Besonderes ist, wenn "die Völker der Welt" in Feierstimmung und als echte Gäste gerade nach Deutschland kommen. Das haben damals jedenfalls viele Menschen so erlebt, auch der Autor dieser Zeilen (in diesem Fall im "öffentlichen Raum" am Mainufer in Frankfurt am Main). Auf Wikipedia steht dazu (Wiki):
"Für Diskussionsstoff im Land sorgte während der ersten Wochen des Turniers zudem das verbreitete Zeigen der deutschen Nationalflagge und der deutschen Nationalfarben an Häusern, Fahrzeugen und Bekleidung. Zahlreiche nationale und internationale Beobachter aus Medien, Gesellschaft und Politik meinten, hierin nicht nur eine große Unterstützung für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, sondern gar einen „neuen Patriotismus“ der Deutschen ausgemacht zu haben."
Und zwar in diesem Falle einen sehr freundlichen, sprich gastfreundlichen, weltoffenen Patriotismus. So wollten abr die Hintergrundmächte Deutschland international bestimmt nicht wahrgenommen wissen. Da war ihnen also einmal ein Geschehen - gewissermaßen - aus dem Ruder gelaufen. Denn es handelte sich um ein ganz spontanes, nicht vorhersehbares Geschehen, das von vielen Menschen, die damals aus Sicht der Hintergrundmächte "kommentierten", mit nicht geringer Sorge kommentiert wurde. Aber auch dieses Aufleben ist natürlich schnell wieder "versandet". Es war aber den Hintergrundmächten eine Warnung. Und es sollte deshalb - von Patrioten und Erforschern des Wirkens der Volksseele - keinesfalls vergessen werden.

Aus philosophischer Sicht ist das immer wieder erneute "Versanden" eines vormaligen stärkeren Erlebens des Volksseele ein Ausdruck der notwendigen Willensfreiheit des Menschen. Denn das mögliche Erleben des Göttlichen durch den Menschen bedingt, daß dieser nicht allein instinktgebunden sein darf wie das Tier, sondern seine Willensfreiheit behalten muß. Denn das Göttliche ist seinem Wesen nach: Freiheit. Das Erleben der bewußten Verantwortung für sich selbst, für die eigene Familie, für sein Volk wie für die Lebenswelt auf dieser Erde überhaupt, sowie damit verbundenes volks- und lebenserhaltendes Wissen - z. B. oder insbesondere aus der Wissenschaft - sind hier der notwendige "Ersatz der Erbinstinkte" beim Menschen, wie es aus philosophischer Sicht sehr treffend formuliert worden ist (2).

Alle bewußte Kultur-, Medien- und Politik-Manipulation ist im Grunde immer nur auf eines ausgerichtet, nämlich darauf, das Erleben der Volksseele auf keinen Fall mehr anklingen zu lassen. Und wenn dieses Erwachen der Volksseele dennoch unvermeidbar sein sollte (1990, 2015), dann will man jederzeit genug Gegenmittel an der Hand zu haben, bzw. man hat sich schon von langer Hand auf das erwartete Erwachen mit Gründungen von Parteien und Organisationen als "Auffangbecken" vorbereitet. Aber alles was "Patrioten" nun gegen das Versanden tun, entspringt letztlich dem Mahnen der Volksseele. Diese Patrioten aber - oder kurz gesagt: diese volksbewußten Deutschen - hören noch viel zu selten auf den Umstand, daß die Volksseele auch religiöse Bedürfnisse hat, und daß es in uns Menschen und in Völkern ein Fragen nach dem Sinn des Lebens gibt, nach dem Sinn von Völkern gibt, ein Fragen, das allein aus Politik oder gar Tagespolitik heraus niemals gültig und erschöpfend beantwortet werden kann. Auch dieser Umstand - oder dieser Umstand sogar besonders - steht den Hintergrund-Mächten in vollem Ausmaß im Bewußtsein und wird von ihnen deshalb kraß unterlaufen auf allen Bereichen, die ihnen möglich sind (s. z.B.: 9). Sie wissen, daß davon die weitere Aufrechterhaltung und Ausdehnung ihrer Macht, ja, sogar ihrer Existenz (als eigentlich zu verbietende, kriminelle Psychosekten) abhängt.

Und genau hier liegt für Patrioten die große Aufgabe. Die große Manipulation allseits von sich aus wiederum zu unterlaufen und hin zu finden zu Antworten, die Kraft haben, ein Leben zu tragen - auch in höchsten Notzeiten des persönlichen Lebens wie des völkischen Lebens und Überlebens. Das Gotterleben ist und bleibt die stärkste Kraft der Geschichtegestaltung (2). Welcher Umstand könnte es sein, von dem es dringlicher wäre, daß sich diesen jeder Patriot klar macht?

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*) 05:30 - 07:45 - Im Video lassen wir uns an dieser Stelle zu einem Exkurs verleiten zum Thema "Logenmord an Friedrich Schiller", das jüngst angesprochen worden war auf dem Twitter-Profil des Videobloggers und Autors Thomas Wangenheim (4). Dazu führen wir kurz aus: Der damalige "Terrorist" Friedrich Hölderlin sprach in seinem Roman "Hyperion" von 1799 ganz offen von einem Logenmord. Sein Freund, der "Terrorist" Isaac von Sinclair, starb 1815 auf dem Wiener Kongreß sehr plötzlich. Von Hölderlin jedenfalls ist Mitwisserschaft an einem Logenmord nicht als etwas Ungewöhnliches in seinem Roman dargestellt. Dies auch nur als Verweis auf einen der kennzeichnenden Aspekte der Geschichtegestaltung durch geheime Männerorden.
**) Das im Text auf Deutsch Referierte sei hier noch einmal im originalsprachlichen Zusammenhang als Zitat gebracht (Wiki):
Ingroup bonding: Oxytocin can increase positive attitudes, such as bonding, toward individuals with similar characteristics, who then become classified as "in-group" members, whereas individuals who are dissimilar become classified as "out-group" members. Race can be used as an example of in-group and out-group tendencies (...) (Caucasian, African American, Latino, etc.). One study that examined race and empathy found that participants receiving nasally administered oxytocin had stronger reactions to pictures of in-group members making pained faces than to pictures of out-group members with the same expression. Moreover, individuals of one race may be more inclined to help individuals of the same race than individuals of another race when they are experiencing pain. Oxytocin has also been implicated in lying when lying would prove beneficial to other in-group members. In a study where such a relationship was examined, it was found that when individuals were administered oxytocin, rates of dishonesty in the participants' responses increased for their in-group members when a beneficial outcome for their group was expected. Both of these examples show the tendency of individuals to act in ways that benefit those considered to be members of their social group, or in-group.  Oxytocin is not only correlated with the preferences of individuals to associate with members of their own group, but it is also evident during conflicts between members of different groups. During conflict, individuals receiving nasally administered oxytocin demonstrate more frequent defense-motivated responses toward in-group members than out-group members. Further, oxytocin was correlated with participant desire to protect vulnerable in-group members, despite that individual's attachment to the conflict. Similarly, it has been demonstrated that when oxytocin is administered, individuals alter their subjective preferences in order to align with in-group ideals over out-group ideals. These studies demonstrate that oxytocin is associated with intergroup dynamics. Further, oxytocin influences the responses of individuals in a particular group to those of another group. The in-group bias is evident in smaller groups; however, it can also be extended to groups as large as one's entire country leading toward a tendency of strong national zeal. A study done in the Netherlands showed that oxytocin increased the in-group favoritism of their nation while decreasing acceptance of members of other ethnicities and foreigners. People also show more affection for their country's flag while remaining indifferent to other cultural objects when exposed to oxytocin. It has thus been hypothesized that this hormone may be a factor in xenophobic tendencies secondary to this effect. Thus, oxytocin appears to affect individuals at an international level where the in-group becomes a specific "home" country and the out-group grows to include all other countries. 
 ***) In der Begrifflichkeit der Evolutionären Psychologie: gruppenevolutionäre Strategien.
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  1. Bading, Ingo: Die weibliche Seite der Volksseele - Die männlichen Machtgestalter der Volksseele. 13.5.2019, https://youtu.be/YPN7FTRP_yI
  2. Ludendorff, Mathilde: Die Volksseele und ihre Machtgestalter. Eine Philosophie der Geschichte. Ludendorffs Verlag, München 1933; erneut: 1955, https://archive.org/details/MathildeLudendorffDieVolksseeleUndIhreMachtgestalter
  3. Schaser, Angelika: Helene Lange und Gertrud Bäumer. Eine politische Lebensgemeinschaft. (GB)
  4. Bäumer, Gertrud: Vom politischen Frauengeist des Jahres 1813. In: diess.: Weit hinter den Schützengräben. Jena 1916; erneut in: Die Deutsche Volkshochschule, Folge 63, 9/1989, S. 13-25
  5. Goethe und der Tod Schillers. https://twitter.com/TWangenheim/status/1126949402910838784
  6. Bading, Ingo: Aus ungeliebten Kindern werden leicht herzlose Eltern. St. gen., 13. Mai 2007, https://studgendeutsch.blogspot.com/2007/05/aus-ungeliebten-kindern-werden-leicht.html
  7. Bading, Ingo: Künstliche Oxytocin-Zugabe nach der Geburt - Sie fördert die Mutter-Kind-Bindung nicht - Auf jeden Fall sind die Zusammenhänge noch nicht gut verstanden, 23. Mai 2019, https://studgendeutsch.blogspot.com/2019/05/kunstliche-oxytocin-zugabe-nach-der.html
  8. Zillich, Heinrich: Die große Glocke. Kindheits- und Jugendgeschichten. Schrobenhausen 1963
  9. MacDonald, Kevin: A Culture of Critique. 1998