Samstag, 12. November 2016

"Das Werk des heroischen Ekels ..."

Erkundungen zu dem Komponisten Richard Strauß
Es war einem zumute wie dem heiligen Laurentius, den man auf seinem Rost mit weißglühenden Spießen umdrehte ... Man bäumte sich, schnappte nach Luft ... Die markdurchdringenden  Trompetenstöße  schürten  die  Feuersbrunst.  Das  Wehen  des Geistes entfesselte Gegenstürme, Orkane; Städte wurden auf Leitern erstürmt, ein Völkertumult, den ein eiserner Wille lenkte; finstere Abgründe taten sich auf, in die der musikalische  Gedanke  hineinzustürzen  drohte;  aber  immer  wieder  sprang  er  mit unglaublicher Elastizität empor. Man schritt auf des Messers Schneide ...
Der französische Dozent für Musikgeschichte und nachmalige Musiker-Roman-Autor Romain Rolland (1866-1944) (Wiki) erzählt, wie er eine Aufführung der Sinfonie "Ein Heldenleben" von Richard Strauß (1864-1949) im Jahr 1898 in Köln als 32-Jähriger erlebte (7, S. 69f):
Das artige, aus der Fassung gebrachte Publikum hätte gerne gepfiffen. Aus Rücksicht auf den alten  [Dirigenten]  Wüllner  zollte  es  Beifall,  doch  ging  ein  beunruhigendes Kopfschütteln durch den Saal. Ein Teil der Orchestermitglieder bog sich vor Lachen ... Ich lachte nicht, ich biss die Zähne zusammen, ich zitterte am ganzen Körper; mein Herz begrüßte den jungen wiedererstandenen Siegfried. – Ich machte mir jedoch nichts vor; mir war durchaus klar, dass die Mittelmäßigkeit seines melodischen Gefühls kaum das eines Mendelssohn übertraf, aber die harmonisch-rhythmische Erfindung, das instrumentale Wetterleuchten, die dramatische Intelligenz, der Wille waren gigantisch. Noch heute denke ich, dass der Pfeil des Lebens bei Strauss niemals höher gestiegen ist als damals.
Was für ein Satz:
Noch heute denke ich, dass der Pfeil des Lebens bei Strauss niemals höher gestiegen ist als damals. 
Zugegeben, uns fällt es schwer, zu einer abschließenden Beurteilung und historischen Einordnung des Werkes von Richard Strauß zu gelangen. Ist es wirklich richtig zu sagen, was uns schwant: Richard Strauß, das ist die Musik auf ihrem beginnenden Weg in den Niedergang? Die Musik von Richard Strauß reißt uns nicht mit wie die Musik vom Barock über die klassische Zeit bis in die romantische Epoche bis hinauf zu Robert Schumann. Wo immer wir auch bei Richard Strauß hineinhören, drängt sich uns dieser Eindruck auf: Er war ein typischer "Neutöner" wie man das um 1900 herum nannte - und sicherlich mit viel Recht. Lässt sich mit dem heutigen historischen Abstand schon besser unterscheiden, was am damals "neutönenden" Werk von Richard Strauß bleibend ist und was nur ein Ausdruck der damaligen Zeit war?

Es bleibt ein verwundern, warum einem Komponisten wie Richard Strauß überhaupt so lange so viel Verehrung erwiesen wurde. Reicht allein der Wille zum absoluten Kunstwerk, nicht aber das Vollbringen eines solchen schon aus, um diese Verehrung zu rechtfertigen? Im folgenden kann es uns also vorläufig nur darum gehen, Richard Strauß als kulturgeschichtliches Phänomen zu betrachten und einzuordnen, als ein Phänomen mehr des Wollens als des Vollbringens. Man kann in die eben genannte Komposition ("Ein Heldenleben") ja einmal hinein hören. Am besten dirigiert von Richard Strauß selbst (im Jahr 1941: Yt). Aber man sollte wohl wirklich darauf achten, dass man nicht gebraten wird, und dass man Richard Strauß'ens Selbsteinschätzung als der eines großen Komponisten nicht unbesehen übernimmt. 1968 lautete das Urteil eines Musikhistorikers über sie (7, S. 72):
Als Symphoniker ist Strauß mit diesem Werk unbestreitbar auf dem Höhepunkt angelangt, und den Rang als Vollender der Spezies Symphonische Dichtung läuft ihm niemand unter den Lebenden ab.
Aha. Aber auch dieses Urteil muss man ja nicht unbesehen übernehmen (Wiki). Dreiunddreißig Jahre war Richard Strauß alt, als er "Ein Heldenleben" komponierte. Seit vier Jahren war er verheiratet, seit einem Jahr Vater eines Sohnes. Und in dieser sinfonischen Dichtung spiegelt sich auch einiges aus seinem Eheleben wieder. Strauß verriet dies dem anfragenden Romain Rolland (7, S. 70):
Meine Frau ist es, die ich darstellen wollte. (...) Sie ist sehr kompliziert. (...) Zu Anfang folgt ihr der Held, nimmt ihren Ton auf, den sie gerade gesungen hat; immer wieder entflieht sie. Dann sagt er schließlich: "Geh du nur. Ich bleibe hier!" Und er zieht sich in seine Gedanken, in seinen eigenen Ton zurück. Dann aber sucht sie ihn ...
Ein "Programm" für diese sinfonische Dichtung brauche man aber dennoch nicht zu lesen:
Es genügt zu wissen, dass es einen Helden im Kampf mit seinen Feinden beschreibt.
Und Rolland trifft es mit Worten vielleicht besser als es Richard Strauß mit Tönen traf, wenn er schreibt, in der Sinfonie "Heldenleben" gäbe es
eine geißelnde Verachtung, ein böses Lachen, wie wir es fast nie bei Beethoven finden. Wenig Güte. Es ist das Werk des heroischen Ekels.
Könnte uns ein solches Werk des heroischen Ekels nicht willkommen sein? Aber müsste uns ein solches Werk dann nicht dennoch mehr überzeugen als dieses "Wollen" statt "Vollbringen" des Richard Strauß? Aber wer weiß denn auch, ob ein solches Werk des "heroischen Ekels" nicht eher der Wunschvorstellung von Romain Rolland entsprang als dass eine solche Wunschvorstellung schon verwirklicht wäre ... In allen Äußerungen erkennen wir Romain Rolland als den Echteren, Reiferen im Gegensatz zu Richard Strauß. Dieser Umstand wird auch durch die weit verbreitete Beethoven-Schrift von Rolland aus dem Jahr 1903 bestätigt. Beginnt sie doch mit den aufrüttelnden Worten: 
Dumpf ist die Luft um uns. Unter einer schweren Glocke verdorbener Dünste liegt erschlafft das alte Europa. Ein Materialismus ohne Größe lastet auf dem Denken. (...) Da kommen die Stunden, in denen die Stärksten zusammen brechen unter dem Schmerz. (...) Jenen zu helfen, schließe ich den Kreis der Helden, der Freunde um sie, der großen Seelen, die für das Gute gelitten haben. (...) Folgen wir all denen, die kämpfen wie sie, einsam, zerstreut über die Jahrhunderte. Es fallen alle Schranken der Zeit, das Volk der Helden erstehe! (...) Der Anführer dieser Legion der Helden sei Beethoven, der Starke, Reine.
Solche Worte reißen uns mehr hin als jeder Ausschnitt einer Sinfonie von Richard Strauß. Was für ein Anliegen, welche Größe spricht aus solchen Worten. Was versuchen, das Bleibende bei Richard Strauß zu finden und entdecken, vielleicht ganz allein nur denjenigen, der sich mit Richard Strauß aus nächster Nähe beschäftigt hat, entdecken Romain Rolland. War die Musik von Richard Strauß nur ein Ausdruck der bombastischen, wild erregten, nervös gewordenen wilhelminischen Kaiserzeit (6), die sie eben nicht durch echt-heroischen Ekel überwand? Ein Ausdruck des Geistes der Großstadt mit ihren drei- und vierstöckigen Mietskasernen?

Abb. 1: Fritz Erler - Richard Strauß, 1898 (Ebay)
Doch nennen wir auch das, was ohne Zweifel feststehen dürfte. Es ist dies der Umstand, dass Richard Strauß ein beeindruckender Dirigent seiner Zeit gewesen ist. Die Musiker haben gerne und - was sehr selten sein soll - ohne jede Kritik unter ihm gespielt. So wird es in Erinnerungen berichtet (9). Er war - in heutigen Begriffen - schlicht ein "Stardirigent".

Womöglich ist es diese Eigenschaft, um derentwillen Richard Strauß auch künftigen Generationen in Erinnerung bleiben wird.

Und was ebenfalls ohne Zweifel feststeht, ist, dass der Vater von Richard Strauß, Franz Strauß, ein bedeutender Orchester-Hornist unter Richard Wagner und anderen gewesen ist. Und dass er zugleich ein eigenwilliges, selbstständig denkendes "Original" gewesen ist. Sein Sohn berichtet (7, S. 10f):
Für meinen Vater war die Mitwirkung in Oper und Konzert stets eine feierliche Handlung.
Warum betont das eigentlich dieser Richard Strauß so? Zeigt eine solche Aussage nicht, dass Richard Strauß auch von der Möglichkeit wusste, dass Berufsmusiker eine solche Mitwirkung auch anders empfinden konnten*)? Das oben schon erwähnte Kopfschütteln und Lachen, das seine eigenen Kompositionen auslösen konnten, wird womöglich nicht zum geringsten zu solchen Möglichkeiten beigetragen haben ...?!!!? Dieser Vater und hervorragende Blechmusiker schrieb an seinen Sohn über dessen Oper "Don Juan" 1889 (7, S. 48):
Hoffentlich wirst Du durch die Aufführung Deines Werkes überzeugt worden sein, dass Du künftig mit der Behandlung des Bleches etwas sparsamer und vorsichtiger sein musst und nicht zuviel auf den äußeren Glanz und mehr auf inneren Gehalt bedacht sein musst. 
Was für ein schöner Ratschlag!!! Aber Väter und ihre Ratschläge. Sie stehen so manchem Heldenleben" im Wege .... Hätte also nicht der "heroische Ekel" einfach mit noch mehr "innerem Gehalt" zur Darstellung gebracht werden müssen ....? Noch mal so als Vorschlag in den Ring geworfen ....

"Der spöttische und verschlafene Strauß"


Fiel diesem Richard Strauß denn nicht insgesamt alles ein wenig gar zu leicht in seinem Leben (6)? In diesem wilhelminischen Zeitalter des äußerern Glanzes? Weshalb er dann offenbar der Schwierigkeiten in seiner Ehe geradezu bedurfte - wie er sich selbst dessen bewusst war und wie er auch wiederholt zum Ausdruck gebracht hat (10)? Trefflich gekennzeichnet mag die Person von Richard Strauß vielleicht auch schon sein durch die Beobachtung des Franzosen Romain Rolland, der Strauß während einer Aufführung seines "Don Quixote" in Paris im Jahr 1898 erlebt hat, wo das Publikum ihm selbst als jungem Dirigenten keineswegs so viel Ehrfurcht entgegenbrachte wie dem erwähnten alten Dirigenten in Köln (zit. n. 7, S. 65):
Dem spöttischen und verschlafenen Strauss scheint das alles gleichgültig zu sein,
schreibt Romain Rolland. Ob dieser eine Satz nicht - abgesehen von den oben zitierten anderen Sätzen von Romain Rolland - sehr trefflich als Lebensmotto für Person und Werk von Richard Strauß überhaupt dienen könnte? Man beachte übrigens auch, dass in seiner Gegenwart auch noch in seinen Altersjahren nicht das geringste Wort der Kritik an Richard Wagner geäußert werden durfte, ohne dass der Haussegen nicht für mehrere Tage sehr schief hing wie einer seiner Söhne berichtet. Wird nicht auch dadurch die Haltung von Richard Strauß auch sich selbst und seinem Schaffen gegenüber sehr trefflich gekennzeichnet?

Mit dem zeitgleich lebenden Komponisten Gustav Mahler (1860-1911) verband Strauß eine 24-jährige, auf gegenseitiger Wertschätzung beruhende Freundschaft (1). Der empfindsame Gustav Mahler hat den - zumal nach 1898 - nur von offenbar wenigen Selbstzweifeln geplagten "spöttischen, verschlafenen, gleichgültigen" Richard Strauß Zeit seines Lebens als menschlich ein wenig zu unzugänglich, ja, mitunter sogar als verständnislos empfunden. Er schrieb dies häufig an seine Frau Alma Mahler. Im Vergleich zu Richard Strauß wurde Gustav Mahler gerne auch einmal als der konservativere, anlehnungsbedürftigere der beiden empfunden.

"Neue Tatkraft nur durch die Befreiung vom Christentum"


Abb. 2: Karl Bauer - Richard Strauß, 1903
Dabei war der Anspruch des Richard Strauß an sich selbst keineswegs gering. Er wird auch gut deutlich anlässlich des frühen Todes seines Freundes Gustav Mahler im Mai 1911. Dieser Tod riss Richard Strauß dann doch noch einmal ein wenig aus seiner inzwischen offenbar immer mehr überhand nehmenden bourgoisen "spöttischen, verschlafenen Gleichgültigkeit" und seinem bourgeoisen Seelenfrieden. Strauß war, wie sein Sohn Franz erzählt, tagelang unfähig zur Arbeit und hat in dieser Zeit kaum etwas gesagt (2). Er notierte sich in seinem Kalender (zit. n. 3, S. 216; s.a. 1, S. 210f):
Gustav Mahler nach schwerer Krankheit am 19. Mai verschieden.
Der Tod dieses hochstrebenden, idealen, energischen Künstlers ein schwerer Verlust.
Die ergreifenden Memoiren Wagners mit Rührung gelesen.
Lectüre Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation Leop. Ranke: durch sie wird mir hell bestätigt, dass alle dort die Cultur fördernden Elemente seit Jahrhunderten nicht mehr lebenskräftig, wie alle großen politischen u. religiösen Bewegungen nur eine Zeitlang wirklich befruchtend wirken können.
Dies sind die vorbereitenden Gedanken, um wieder auf Gustav Mahler zu sprechen zu kommen und auf das, was ihn, Richard Strauß und sein Heldenleben, von Gustav Mahler, aber auch von Richard Wagner unterscheidet. Er, Richard Strauß, sieht sich als den Verkünder eines "neuen Menschen", einer neuen Weltepoche, während Mahler und Wagner - und alle Komponisten vor ihnen? - dem Christentum noch zu sehr verhaftet gewesen wären. So also wie die vielen Zeitgenossen des 16. Jahrhunderts nach dem Aufschwung der Rennaisance in eine Wiedergeburt des Christentums (durch Martin Luther) "zurückgesunken" seien, ohne dass dies langfristig wirklich befruchtend hätte wirken können. So jedenfalls scheint sich der - im Gegensatz zu dem von ihm bewunderten Friedrich Nietzsche - wenig von Selbstzweifeln geplagte Nietzscheaner und Kirchenfreie Richard Strauß gesehen zu haben. Und er schreibt mit dieser gedanklichen Vorbereitung:   
Der Jude Mahler konnte im Christentum noch Erhebung gewinnen. Der Held Rich. Wagner ist als Greis durch den Einfluss Schopenhauers wieder zu ihm herabgestiegen.
Mir ist es absolut deutlich, dass die deutsche Nation nur durch Befreiung vom Christentum neue Tatkraft gewinnen kann. Sind wir wirklich weiter als zur Zeit der politischen Union Karls V. und des Papstes? Wilhelm II. und Pius?
Ich will meine Alpensinfonie: den Antichrist nennen, als da ist: sittliche Reinigung aus eigener Kraft, Befreiung durch die Arbeit, Anbetung der ewigen herrlichen Natur.
Eigentlich sind es schöne Worte? Wenn nun auch die Taten, nämlich die hier angesprochene geschaffene Musik als damit im Einklang empfunden werden könnte! Aber ob ihre Umsetzung in seiner "Alpensinfonie" für heutige Ohren wirklich überzeugend gelungen ist? Die Sinfonie "Der Antichrist", an der Strauß seit 1899 gearbeitet hat, wurde vier Jahre später, am 28. Oktober 1915, in Berlin unter dem Titel "Alpensinfonie" uraufgeführt (Wikiweise, Wiki). Strauß hatte einen Namenswechsel vorgenommen, um beim christlichen Establishment anzuecken ... Sieht sich so das "Werk eines heroischen Ekels" ankündigen ... ? Worte und Taten - mitunter liegen Abgründe dazwischen.

"... Dass man eigentlich zum Kitsch die meiste Begabung hat ..."


Richard Strauß scheint aber mitunter auch so die eine oder andere Selbsteinsicht gehabt zu haben. So schrieb er in den 1930er Jahren an seinen Freund und Librettisten Stefan Zweig über Themen für eine künftige Oper (4):
Am besten liegen mir süddeutschem Bourgeois Gemütskisten; aber solche Treffer wie das Arabelladuett und das Rosenkavalierterzett gelingen nicht immer. Muss man 70 Jahre alt werden, um zu erkennen, dass man eigentlich zum Kitsch die meiste Begabung hat?
Nein, man muss noch älter werden, denn er meinte diese Selbsterkenntnis ja gar nicht ernst und rang mit ihr nicht wie ein "Held", sondern schrieb weiter:
Aber Spaß beiseite, haben Sie kein neues gemütvolles Stöffchen für mich?
Abb. 3: Richard Strauß, 1918 (Wiki)
"Spaß beiseite" ...

Vielleicht ist dann doch der Tonfall von modernen Fernsehdokumentationen, die nicht alles gar so tragisch und ernst nehmen bei einem solchen "spöttischen, verschlafenen Gleichgültigen" über weite Strecken seiner Musik angemessener als sein eigener Blick auf sein Werk. In solchen wird gerne als Tonbeispiel die Einleitung der sinfonischen Dichtung "Also sprach Zarathustra" (Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche)" (Wiki) gewählt (siehe etwa einleitend hier: Yt; dirigiert von Herbert von Karajan hier: Yt;  dirigiert von Richard Strauß selbst 1944 in Wien hier: Yt).

Diese Musik hat jeder schon einmal irgendwo gehört. Aber nicht jeder hat sie bislang namentlich dem Komponisten Richard Strauß zugeordnet und seiner sinfonischen Dichtung "Zarathustra" - und damit dem Namen Friedrich Nietzsche. Der frühbegabte Richard Strauß hat sich 1893, mit 28 Jahren, auf einer Ägyptenreise begonnen, mit den Büchern von Friedrich Nietzsche auseinanderzusetzen. An seinen Vater, den Hornisten, schrieb er darüber (zit. n. Piribauer 2001, s.a.: Epoch Times 1914):
Als ich in Ägypten mit Nietzsches Werken bekannt geworden, dessen Polemik gegen die christliche Religion mir besonders aus dem Herzen gesprochen war, wurde meine seit meinem fünfzehnten Jahr mir unbewusste Antipathie gegen diese Religion, die den Gläubigen von der eigenen Verantwortung für sein Tun und Lassen (durch die Beichte) befreit, bestärkt und begründet.
Strauß soll später aus der Kirche ausgetreten sein. (Bezeichnenderweise ist es nicht leicht herauszubekommen, in welchem Jahr er das tat.) Von ihm sind mancherlei Zeugnisse zu seiner Nietzsche-Lektüre überliefert (zusammengestellt etwa von Susanne Stähr: 5). Schon in seiner Oper "Guntram" finden sich die Worte:
Mein Leben bestimmt
Meines Geistes Gesetz;
Mein Gott spricht
Durch mich selbst nur zu mir.
Interessant ist, dass sich Richard Strauß um dieser Sätze willen mit seinem Lehrer Alexander Ritter entzweit hat. Für Alexander Ritter stand das Gesetz von Orden und Geheimorden höher als des eigenen "Geistes Gesetz" (7, S. 50) ... - Wie für so viele bis heute. (Die Oper "Guntram" hat mit der Thematik von Geheimorden und Logenmorden zu tun, dieser Umstand könnte auch noch einmal umfangreicher aufgearbeitet und eingeordnet werden.)

Warum mussten sich die Menschen und Komponisten des ausgehenden 19. Jahrhunderts - etwa ab Richard Wagner - mit dem Christentum so heftig auseinandersetzen und damit ringen? Bzw. warum ausgerechnet auch Musiker? Weil Musiker Zeitgenossen sind und nicht - zwangsläufig - aus ihrer Zeit heraus können. Vielleicht gelang ihnen allen noch nicht zu schaffen, was zu schaffen wäre im Angesicht der Fortdauer überkommener religiöser Anschauungen und Organisationen, nämlich
ein Werk des heroischen Ekels
durch dass dann schließlich und endlich
die deutsche Nation neue Tatkraft gewinnen kann.
Tondichterinnen und Tondichter - hervor!

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*) Dass Berufsmusiker heutzutage mit konstanter und penetranter Regelmäßigkeit Konzerte, an denen sie mitwirken können, "Mucken" (Wiki) nennen, ist eine der vielen sehr sonderbaren Erscheinungen des heutigen Musiklebens, die unverständlich sind und bleiben. Von der inneren Einstellung, die mit der Verwendung von solchen Ausdrücken verbunden ist, kann man sich nur angewidert abwenden. Sie hätte nur insofern Berechtigung, als eben doch immer einmal wieder Kompositionen zur Aufführung gelangen, die unter Musikern und Zuhörern mit Recht nur Kopfschütteln hervorrufen können.
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  1. Blaukopf, Herta: Gustav Mahler - Richard Strauß - Briefwechsel 1888-1911. Piper-Verlag, München, Zürich 1980 
  2. Hartmut Haenchen: Stichworte  zu  Richard  Strauss   (1864-1949) „Eine  Alpensinfonie“  1915, http://www.haenchen.net/fileadmin/media/pdf/strauss_alpensinfonie.pdf
  3. Charles Youmansmir: Mahler & Strauss in Dialogue. Indiana University Press, Bloomington 2016 (Google Bücher
  4. Thomas, Ernst: Rezension: Briefwechsel Richard Strauß / Stefan Zweig, hrsg. v. W. Schuh (S. Fischer Verlag, Frankfurt a. M., 1957), in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.1958, http://www.gbv.de/dms/faz-rez/580125_FAZ_0061_BuZ5_0005.pdf 
  5. Stähr, Susanne: Glaubensfragen Folge 29: Richard Strauss. Auf: Der Lucerne Festival Blog, 29. August 2012, https://blog.lucernefestival.ch/blog/2012/08/29/glaubensfragen-folge-29-richard-strauss/
  6. Michael Schmidt: Richard Strauss oder: Der ambivalente Musikzauberer. Deutschlandfunk, 25.7.2010, http://www.deutschlandfunk.de/richard-strauss-oder-der-ambivalente-musikzauberer.1184.de.html?dram:article_id=185395 
  7. Deppisch, Walter: Richard Strauß in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1968
  8. Kerstin Piribauer: "Wer die Luft meiner Schriften zu athmen weiss, weiss, dass es eine Luft der Höhe ist" - Nietzsches Denken in den Tondichtungen von Richard Strauss. Richard Strauß-Institut, 2001, http://www.richard-strauss-institut.de/elektra/2001_02.php3
  9. Adam, Peter (Buch und Regie): Richard Strauß - Remembered. A Blackford Carrington Production in association with BBC Television, 2-stündige Filmdokumentation, Großbritannien 1984, https://www.youtube.com/watch?v=O0ImK5CpSmo 
  10. Klonovsky, Michael: Strauss' liebes Zornbrötlein. Richard Strauss' Ehefrau Pauline. In: Die Weltwoche 19/2014, http://www.michael-klonovsky.de/artikel/item/217-strauss-liebes-zornbroetlein 

Montag, 7. November 2016

Friedrich Hölderlin - In Originalausgaben der Jahre 1842 und 1846

Entdeckt auf "Google Play Bücher":
Eine - fast - vergessene, sehr authentische Lebensbeschreibung Friedrich Hölderlins 

Auf einem Tablet kann man unter der "App" "Google Play Bücher" heute zahllose Klassiker der deutschen und der Weltliteratur des 19. Jahrhunderts und früherer Jahrhunderte lesen - kostenlos und unglaublich angenehm handhabbar. Das Begeisternde daran ist, dass man hier auch zum ersten mal über wenige Tablet-Klicks hinweg einen Blick werfen kann in berühmte und seltene Klassiker-Ausgaben des 19. Jahrhunderts, für die man sehr ausgewählte Bibliotheken aufsuchen müsste, um sie im Original lesen zu können. Und die, wenn sie überhaupt nachgedruckt worden sind, sicher im Buchhandel nur für einen sehr teuren Preis zu erwerben wären.

Abb. 1: Ein Tablet ersetzt Bücher überraschend gut
Außerdem zerfällt das Papier all dieser Klassiker-Originalausgaben, so dass es sowieso nicht ratsam ist, wenn diese Exemplare in den Bibliotheken von zu vielen Menschen in die Hand genommen werden. Und noch ein i-Tüpfelchen oben drauf: Da man sie im Original aufrufen kann, kann man sie auch noch in der schönen Frakturschrift der damaligen Zeit lesen! Was für Jahrhundert-Ereignisse in der Zugänglichkeit von wertvollstem Kulturgut. Alle genannten Umstände sollten es doch wert genug sein, um es als Meldungen auf die Titelseite von Tageszeitungen bringen zu können, wo gut bezahlte Journalisten arbeiten und nicht solche Feierabend-Blogger wie der Autor dieser Zeilen.

Was für ein Reichtum! Und nur durch Zufall sind wir darauf gestoßen. Scheinbar wird nirgendwo darüber geredet. Jedenfalls ist es nicht bis zu den Ohren oder Augen des Autors dieser Zeilen vorgedrungen, wo er sich doch monatlich allerhand Geld abzwacken lässt für die "Qualitätspresse" ... 

Und um gleich eines der wertvollsten Anschauungsbeispiele zu geben: Die frühesten Hölderlin-Ausgaben von Christoph Theodor Schwab aus den Jahren 1843 und 1846 sind dort über wenige Tablet-Klicks abrufbar (1, 2).

Ein eindrucksvoller Text aus dem Jahr 1842


Obwohl der Autor dieser Zeilen wirklich schon viel von und über Hölderlin gelesen hat, auch Forschungsliteratur, auch die wertvollen Studien von Dieter Henrich und seines Schülerkreises über Hölderlin - den Text "Lebensumstände des Dichters - Aus den Mitteilungen seines Bruders und seiner Freunde", datiert auf "Stuttgart im Oktober 1842" (1), also noch vor Lebensende Hölderlins, diesen Text kannte man noch nicht! Und der Text hat es in sich.

Er wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Halbbruder von Friedrich Hölderlin erarbeitet und atmet deshalb noch sehr viel von einer Authentizität, die es in späteren Texten über Hölderlin ja nie wieder geben konnte. Gerade auch deshalb ist er so berührend. Viele Einzelheiten werden so geschildert, dass sie nachvollziehbarer erscheinen als man sie jemals in einer Biographie über Hölderlin finden kann. So dass sich geradezu die Frage im Hinterkopf aufdrängt: Haben denn diese Biographen überhaupt diesen Text ausreichend berücksichtigt?

In diesem Text von 1842 wird das umfangreiche philosophische Studium Hölderlins - beginnend mit Kant - schon gebührend und wiederholt heraus gestellt. Für diesen Text ist es selbstverständlich, dass Hölderlin Philosoph ist, er muss es nicht lang und breit "beweisen". Und über das Verhältnis von Hölderlin zu Susette Gontard finden sich in ihm so authentische Sätze wie (1, S. VIII):
Vor einem schwäbischen Landsmanne, der ihn besuchte und als Gast des Hauses den freundlichsten Empfang fand, sandte er der sorglich hin und her wandelnden das höchste Lob nach, das sein Mund erteilen konnte, indem er jenem zuflüsterte: "nicht wahr, eine Griechin?"

Schiller und Goethe haben Hölderlins Bedeutung verkannt - wusste man schon 1842


Und noch bevor die Schiller-Begeisterung in Deutschland überhaupt ihren eigentlichen Höhepunkt erreicht hatte, wurden in diesem Text von 1842 schon so ungewöhnliche, unzeitgemäße Sätze niedergeschrieben wie der folgende über die Ratschläge Schillers an Hölderlin (1, S. VII):
Sein berühmter Landsmann Schiller, der ihn "seinen liebsten Schwaben" nannte, war ängstlich besorgt für ihn und gab ihm allerlei weise Regeln, ohne zu ahnen, dass der Durchbruch zur laueren Kunst bei Hölderlin noch schneller und reiner erfolgen sollte als bei ihm selbst.
Ein starkes Urteil. Und man möchte es teilen. Heute. Aber: Es wurde schon 1842 niedergeschrieben!!! Ähnlich auch wird über den daselbst auszugsweise zitierten Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe über Hölderlin gesagt (1, S. XI)
Die hohe und von Mustern und Lenkern unabhängige Eigentümlichkeit des Dichters war von den Meistern aus diesen Proben noch nicht erkannt worden.
Auch dies ein starkes Urteil - und heute sicherlich ein als gültig anzuerkennendes. In diesem Zusammenhang sei angemerkt, dass in der Hölderlin-Literatur immer darauf hingewiesen wird, dass Hölderlin erst seit 1910 - durch Norbert von Hellingrath - in Deutschland bekannt geworden sei. Diese Einschätzung muss eine Differenzierung erfahren, wenn man von diesem Text von 1842 weiß und von der großen Hochachtung, die dieser Text gegenüber dem Schaffen Hölderlins atmet.

Wissen um die Gemeinsamkeit des Philosophierens von Hölderlin und Hegel - 1842


Über die Zeit, als Hölderlin mit Susette Gontard in Bad Driburg weilte, wird berichtet (1, S. IX):
Während dieser Abwesenheit Hölderlins von Frankfurt hatte Hegel an ihn ein jetzt eben (durch Rosenkranz) veröffentlichtes Gedicht gerichtet, in welchem des Dichters Manier so unverkennbar ist, als die eigentümliche Lebensanschauung des Philosophen. Dasselbe erinnert den Freund an den alten Bund, "der freien Wahrheit nur zu leben."
Und weiter heißt es:
Hölderlin beschäftigte sich in derselben Zeit, neben dem Studium der Philosophie auch mit Botanik und Mathematik, strebte überhaupt nach größerer Vielseitigkeit und schien sich mehr und mehr mit der Welt zu versöhnen.
Auch diese Umstände liest man, als läse man sie zum ersten mal (1, S. XII):
Nach seiner Zurückkunft in Homburg widmete sich Hölderlin wieder mit aller Anstrengung seinen literarischen Arbeiten und vollendete ein schon in Frankfurt begonnenes Drama "Agis", dessen Manuskript zu Anfang dieses Jahrhunderts noch vorhanden war, später sich bei der Registratur der Zeitung für die elegante Welt befand, an die es Conz zum Behufe von Mitteilungen eingesendet hatte, und zuletzt mit seinem ganzen Inhalte verloren gegangen ist.

"Das Abendrot des griechischen Tages"


Verloren gegangen!?! - Der spartanische König Agis wird an einer zentralen Stelle im "Hyperion" genannt und man kann aus dieser ableiten, welchen Grundgedanken dieses Drama Hölderlins bestimmt hat. In Hölderlins Roman Hyperion heißt es:
... Endlich nach wenigen flüchtigen Worten bat mich Diotima, einiges von Agis und Kleomenes zu erzählen; ich hätte die großen Seelen oft mit feuriger Achtung genannt und gesagt, sie wären Halbgötter, so gewiss, wie Prometheus, und ihr Kampf mit dem Schicksal von Sparta sei heroischer, als irgend einer in den glänzenden Mythen. Der Genius dieser Menschen sei das Abendrot des griechischen Tages, wie Theseus und Homer die Aurore desselben. Ich erzählte und am Ende fühlten wir uns alle stärker und höher. ...
Der spartische König Agis wollte - in Zeiten des gesellschaftlichen Niedergangs und Zerfalls - die altspartanische Lebensweise in seinem Volk wieder zum Leben erwecken. Aber er tat dies zu einer Zeit, als die Mehrheit seines Volkes dazu schon nicht mehr bereit war und das Volk deshalb kurz vor dem Erlöschen seiner historischen Eigenart stand. So wie heute Deutschland. Neben dem griechischen Philosophen Empedokles also widmete Hölderlin dieser geschichtlichen Person des Agis ein zweites Drama! Was hätte man von dem Inhalt dieses Dramas alles zu erwarten. Wie paßgenau würde der Inhalt dieses Dramas passen gerade auf unsere Tage. Und sonderbar genug: Auf dieses wichtige Werk Hölderlins ist in der Hölderlin-Forschung kaum ausreichend das Augenmerk gerichtet worden. Es muss ja in gleicher Wertigkeit Beachtung finden wie der Empedokles! - - - Und dann auch dieser schönen Abschnitt (1, S. XIVf):
Bald aber bestimmte ihn der Wunsch, die große Natur der Schweiz, in welche er früher nur einen kurzen Ausflug gemacht hatte, näher kennen zu lernen und wieder Ruhe für seine Lieblingsbeschäftigung zu gewinnen. (...) Von dort aus schrieb er an seinen Halbbruder einen Brief, der einen tiefen Blick in sein Inneres tun lässt. In demselben finden sich (sieben Jahre vor Erscheinen der Phänomenologie seines Freundes Hegel) die merkwürdigen Worte: "A Deo principium. Wer dies versteht und hält, ja bei dem Leben des Lebens! der ist frei und kräftig, und freudig und alles Umgekehrte ist chimäre und vergehet in so ferne in Nichts. Und so sei denn auch unter uns bei dieser Bundeserneuerung, die gewiss nicht Zeremonie oder Laune ist, a Deo prinipium. Wie wir sonst zusammendachten, denke ich noch, nur angewandter! Alles unendliche Einigkeit, aber in diesem Allem ein vorzüglich Einiges und Einigendes, das, an sich, kein Ich ist, und dieses sei unter uns Gott!"  
Von weitreichendem Erkenntnishorizont zeugen die Worte "sieben Jahre vor Erscheinen der Phänomenologie seines Freundes Hegel". Hier lebten Leute vom Geiste eines Dieter Henrich schon über hundert Jahre vor Dieter Henrich! Und dann dieser Abschnitt über die - sagenumwobene - Rückreise Hölderlin von Bordeaux nach Stuttgart (1, S. XVIf):
Seit Ostern 1802 hatte seine Familie keine Nachrichten mehr von dem Dichter. Aus dieser Ungewissheit wurde sie auf eine schmerzliche Weise gerissen, als im Anfang Juli's desselben Jahres Hölderlin plötzlich im traurigsten Gemütszustande bei der Mutter in Nürtingen eintraf. Unerwartet schnell hatte er im Juni 1802 seine Stelle zu Bordeaux verlassen, Frankreich (wie es heißt mit Inbegriff von Paris) in den heißesten Sommertagen von einer Grenze bis zur anderen zu Fuße durchreist, sich flüchtig seinen Freunden in Stuttgart (...) gezeigt, und war so in die Heimat gekommen. Wie es scheint, hatte er noch in Bordeaux Nachricht von der Krankheit Diotima's, und vielleicht schon auf der Reise die Kunde von ihrem Tode vernommen.

"Sieben Jahre vor Erscheinen der Phänomenologie seines Freundes Hegel"


Ein Brief Sinclairs darüber, geschrieben am 30. Juni, erreichte Hölderlin in Nürtingen. Und über die Zeit danach (1, S. XVII):
In seinen brieflichen Mitteilungen aus dieser Zeit (...) begegnen wir dem nachdenklichen Ausdruck: "höchste Bewegung und Phänomenalisierung der Begriffe."
Abb. 2: Lesen in Dresden, September 1945
Fotograf: Richard Peter, sen. (Deutsche Fotothek)
Für die Zeit zwischen 1806 und 1842 wird von den Autoren natürlich (und sicherlich fälschlicherweise) Hölderlins "Irrsinn" angesetzt. Über diesen Zeitraum schreiben sie auch (1, S. XIX):
Ein philosophisches System, dessen Keim auch in seinem eigenen Bewusstsein sich entwickeln wollte, die Erfindung eines genialen Freundes und Landsmanns (gemeint: Schellings), ist von dem rastlosen Sinnen eines andern auch weltberühmten Freundes (gemeint: Hegels) ausgebrütet worden und hat, die Sonne selbst verdunkelnd, mit Adlerstolz seinen Schwingen entfaltet.
Dieser vergleichsweise kurze Text von 1842 ersetzt ohne Frage ganze dicke Forschungsstudien und wortreiche Biographien über Hölderlin. Wer hatte diesen kurzen Text schon jemals in der Hand? Und jetzt ist er nur wenige Tablet-Klicks von jedem von uns entfernt.

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  1. Hölderlin, Friedrich: Gedichte. J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart, Tübingen 1843 [vorangestellt: G. S., Chr. S.: Lebensumstände des Dichters. Aus den Mitteilungen seines Bruders und seiner Freunde]
  2. Hölderlin, Friedrich: Sämtliche Werke. Hrs. von Christoph Theodor Schwab. Erster Band: Gedichte und Hyperion. J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart, Tübingen 1846
  3. Friedrich Hölderlin. Ernst Balde, Cassel 1853 (200 S.)
  4. Rosseger, P. K.: Wanderleben. Skizzen. Verlag von Gustav Heckenast, Pest 1871