Freitag, 1. August 1997

Wilhelm Heinrich Riehl (1823-1897) - Zum 100. Todestag

Der Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler Riehl - ein einführender Überblick


Am 16. November 1997 jährt sich der 100. Todestag Wilhelm Heinrich Riehls (1823-1897) (Wiki). - „Kennen Sie Riehl?“

Wilhelm Heinrich Riehl (1878)

Wer in einer Gegend beheimatet ist, in der Wilhelm Heinrich Riehl gelebt hat oder die er durchforscht und durchwandert hat (oder wer sich überhaupt ein Bild von deutschen Kulturlandschaften und ihrer Geschichte machen möchte), greift zu Büchern und Schriften von Wilhelm Heinrich Riehl (1-13).

Wer sich mit bestimmten geschichtlichen oder volkskundlichen Erscheinungen des 19. oder früherer Jahrhunderte beschäftigt, findet bei ihm reiche Hinweise (1, 13-16).

Wer sich über die Entwicklung und das Selbstverständnis der (deutschen, russischen oder tschechischen) „Volkskunde als Wissenschaft“ oder auch der Gesellschafts- (und Sozial-)Wissenschaften überhaupt eine Orientierung verschaffen möchte, greift - unter anderem - zu Literatur von und über Wilhelm Heinrich Riehl (17-24).

Wer sich über die Grundlagen des Volkslebens und dessen Ordnung, über die Lebensweise des Volkes und seine Bewertungen menschlichen Handels bezüglich Familie, Beruf oder Religion in der Stadt oder auf dem Land orientieren möchte (d. h. also über einen Bereich, der früher „Sitte“ oder „Gesittung“ genannt wurde), der findet bei ihm viele Hinweise und Anregungen (25-31).

Wer Musik, Streich-Quartette oder einfache häusliche Lieder zum Klavier, sowie literarische Betrachtungen hierüber entsprungen einem unaufgeregten, „häuslich“ gesinnten Gemüt kennen lernen möchte, greift zu Noten und Schriften von Wilhelm Heinrich Riehl (32 - 34). („... Immer da, wo es sich um ein gemeinschaftliches, gemütvoll frohes Musizieren handelt, das auch lyrische Momente in künstlerischer Wechselwirkung nicht missen läßt, mag man getrost zu diesen Werken greifen,“ schreibt Riehls Tochter Hedwig - selbst Musiklehrerin und Konzertgeigerin - in den mittleren 1940er Jahren des 20. Jahrhunderts [21, S. 269, 369].)

Und schließlich: Wer am Feierabend nach Arbeitsschluß oder auch in einer halbstündigen Mittagspause sich in die „Novellen-Welt“ W. H. Riehls, d. h. in eine Welt des Schönen, Liebenswerten, Anmutigen entführen lassen möchte, der greift - zu einer Novelle Wilhelm Heinrich Riehls (2, 9, 35-39).

Worin liegt das Bleibende Riehls?


Wie deutlich gemacht werden sollte, ist Wilhelm Heinrich Riehl ein sehr vielseitig wirkender Mensch gewesen. Sein Name ist uns Heutigen deshalb nicht mehr so geläufig, weil sich sein Wirken - von heute aus gesehen - auf so viele unterschiedliche Bereiche aufsplitterte und aus keinem dieser Bereiche allein eine ganzheitliche Würdigung seiner Person und seines Schaffens möglich ist. Dies spiegelt sich auch etwa in der Verstreutheit der Verlagsorte wieder, in denen in den letzten Jahrzehnten Neuauflagen seiner Werke erschienen sind (1-11, 29).

Vor allem aber haben wohl viele, die sich mit der Persönlichkeit W. H. Riehls beschäftigten und sie anderen nahe zubringen versuchten, einen Ausspruch von ihm selbst übersehen, der vielleicht einen leichteren Zugang zur Würdigung von Riehls Schaffen überhaupt ermöglicht. Von seinen Novellen nämlich sagte er: „Sie werden länger dauern als meine übrigen Schriften.“ (21, S. 350, 532)

Riehl, der nicht nur als Anreger der deutschen, sondern auch der russischen und tschechischen Volkskunde und Literatur gilt (etwa auch Nicolai Tolstois)(21, S. 527, 541; 19), entfaltete seine Wirkung als beliebter Familien- und Schulbuchautor ebenso, wie seine Novellen von den deutschen Soldaten des Zweiten Weltkrieges gern gelesen wurden. Im Rechnungsjahr 1942/43 wurden allein an Reclam-Ausgaben seiner Novellen 88.000 Stück verkauft (21, S. 272, 274, 528).

Seine Novelle „Ovid bei Hofe“ wurde zwischen 1872 und 1918 in fünf verschiedenen Versionen zu Opern oder musikalischen Lustspielen umgeschrieben (21, S. 527f). Seine Novelle „Die Burg Neideck“ wurde verfilmt (1940) (21, S. 448). Viele Novellen Riehls wurden ins Englische, Französische, Tschechische oder Schwedische übersetzt und hier ebenfalls - etwa in England und Schweden - in die Schulbücher übernommen (21, S. 350, 448, 527f).

Um eine Charakterisierung dieser Novellen zu geben, greifen wir wieder auf einen Ausspruch Riehls selbst zurück, der an einer Stelle sagte: „... Denn Sie wissen, ich halte es auch in literarischen Arbeiten mit meinem großen Vorbild und Freunde Josef Haydn, der gerne mit einem so kleinen Thema anhebt, daß wir darüber lächeln, und uns im Spiele durch dieses kleine Thema unvermerkt zu den höchsten und heiligsten Dingen führt.“ (32, S. 368)

Werdejahre in Hessen, Schaffensjahre in München


Viele Charakterzüge seiner Novellen werden verständlicher, wenn man einiges aus seinem Werdens- und Lebensgang erfährt. Das kleine Ländchen Hessen-Nassau hatte Riehl mit der nachmaligen Begründerin einer neuen Philosophie, mit Mathilde Ludendorff, gemeinsam.

Riehls Vater, der wie der Sohn ein begabter Musiker war, hatte das Tapezier-Handwerk in den Empire-Schlössern Napoleons I. in Paris gelernt. Aufgrund dieser Erfahrungen war er von den Herzögen von Hessen-Nassau als geschätzter Schloßverwalter des Biebricher Schlosses - nahe Wiesbaden - eingesetzt worden. Als solcher trug der Vater manches zur Modernisierung der Hessen-Nassauischen Schlösser im Sinne der damaligen Zeit bei. Nachdem der Vater nach einem Unglücksfall auf der Rheinfähre seine Gesundheit und seelische Ausgeglichenheit verloren hatte - der Fährmann hatte nur aufgrund seines Drängens hin bei starkem Unwetter die Fahrt unternommen und war dabei ertrunken, während sich Riehls Vater ans Ufer hatte retten können -, wurde er als Schloßverwalter des herzoglichen Schlosses nach Weilburg an der Lahn versetzt. Dort nahm sich der Vater einige Jahre später das Leben. Ohne seine Heimat Hessen-Nassau, mit der er in Freud und Leid so tief verbunden war, so meinte Riehl auch später noch, wäre er nicht Novellenschreiber geworden. So manche seiner Novellen spielt denn auch in Hessen-Nassau („Abendfrieden“, „Der Stadtpfeifer“, „Der Fluch der Schönheit“ und andere).

Auch Riehls Berufswahl begleiteten aufschlußreiche Eindrücke und Überlegungen: Dazu zählten zum einen Vorlesungen des Volksdichters Ernst Moritz Arndt in Bonn, der aus der Zeit der Freiheitskriege gegen Napoleon (1813 bis 1815) als der Verfasser so vieler volkstümlicher, aufrüttelnder Gedichte und Aufrufe bekannt geblieben war. Dazu zählte weiterhin die Aussicht, als Pfarrer, der dazumal kein Theater besuchen durfte, niemals mehr Beethovens Oper „Fidelio“ erleben zu dürfen. Und so noch manche anderen, ähnlich undogmatischen Überlegungen und zufällige Begebenheiten veranlaßten Riehl, den Theologenberuf, den er zuvor in Marburg, Tübingen und Gießen studiert hatte, an den Nagel zu hängen, und sich damals neuartigen Gegenständen und Studieninhalten zuzuwenden. Er wollte es wagen, als freier Schriftsteller und Journalist das Leben des Volkes und seine Kulturgeschichte zu erforschen und aufzuzeichnen (31, S. 435-468).

Zwei Jahre nach dieser Entscheidung heiratete er 1846 die 22-jährige Stuttgarter Sängerin Bertha von Knoll. Sie teilte seine musikalischen, künstlerischen und literarischen Interessen. Ihrer Ehe entwuchsen sieben Kindern - vier Töchter und drei Söhne (21, S. 179-182, 339-344).

An der Revolution von 1848, die das ganze Volk aufwühlte, nahm Riehl - unter anderem als Redakteur verschiedener Zeitungen - großen Anteil. Vor allem durch zwei Männer wurde Riehl dann danach ein weithin bekannter Schriftsteller: durch den Stuttgarter Verleger Georg Freiherr von Cotta und durch den bayerischen König Maximilian II.. Der Verleger eröffnete Riehl die „Deutsche Vierteljahresschrift“ (eine damals weit verbreitete Zeitschrift). Und er regte ihn auch an, seine vielen Aufsätze in Form von Büchern zusammenzustellen (1, 29, 25). Durch diese Bücher hinwiederum wurde der König auf Riehl aufmerksam (21, S. 192f).

München und König Max


Im Einverständnis mit der Universität berief der König ihn 1854 nach München. Riehl pflegte eine nahe Verbindung zum König und zu vielen damals bekannten Dichtern, Wissenschaftlern, Künstlern und Musikern. Diese versammelten sich häufig zu Billard-Abenden beim König. Hier wurden Vorträge gehalten und so manche Entscheidung (kultur-)politischer Art für Bayern angebahnt.

Die Verbundenheit des Königs Max nicht nur mit der zeitgenössischen Wissenschaft und Kunst, sondern auch mit dem bayerischen Volk zeigte Riehl in einer kleinen Anekdote auf: Beim Besuch eines Alpendorfes durch den König gab der dortige Gemeindevorsteher auf die huldvoll-entlassenden Worte des Königs: „Ich bin sehr zufrieden mit euch!“ die zwanglose Antwort: „Und wir sind es auch mit Euch!“ Die beiderseitige Unbefangenheit und Abwesenheit von Verfremdung zwischen Regierenden und Regierten - die nicht zu allen Zeiten in der Geschichte in gleichem Ausmaß vorhanden war und ist -, führte Riehl unter anderem auf die Pflege des Volksliedes in den Bergen zurück, die den dortigen Bewohnern Stolz und Selbstbewußtsein auch vor Königsthronen einflößen würde (32, S. 385). Als Professor für Kulturgeschichte und Statistik wirkte Riehl jahrzehntelang mit gut besuchten Hörsälen an der Universität München. 1885 wurde er zum Direktor des Bayerischen Nationalmuseums ernannt.

Das Verhältnis der Wissenschaft zur Kunst


Die wissenschaftliche Volkskunde von heute, vor allem in Deutschland, hat noch kein abgeschlossenes Bild ihrer selbst oder auch nur ihrer Geschichte. Darum ist auch die Persönlichkeit Wilhelm Heinrich Riehls, einer ihrer Begründer - oder überhaupt ihr Begründer - unterschiedlichen Bewertungen unterworfen (18, 40). Fragen jedoch, wie diejenige nach den Ursachen der Gesittung, der Lebensart eines Volkes lassen sich nicht oder nicht allein mit mathematisch und logisch strenger Beweisaufnahme klären.

Vielmehr kommen hier wohl auch die künstlerischen Mittel zu ihrem Recht. Dies hat Riehl sehr früh erkannt. Und dies ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb er gerade von seinen Novellen annahm, daß sie länger Gültigkeit behalten würden, als viele seiner wissenschaftlichen Ideen und Werke. Im Laufe seines Lebens hat er sich jedenfalls immer mehr der künstlerischen Seite seines Wirkens zugewandt.

Wenn man seine Schriften aufmerksam liest, findet man in den Novellen auch so manchen „wissenschaftlichen“ Gedanken Riehls wieder. Etwa die Hervorhebung der Bedeutung einer gegenüber der gesellschaftlichen Umwelt nicht völlig abgeschlossenen Familie für viele Bereiche des Volkslebens und seiner Gesittung (25, S. 125-321). So mag etwa die Novelle „Die Lehrjahre eines Humanisten“ ihren Ausgangspunkt in solchen Gedanken gefunden haben. Aber in der Novelle finden sich diese Gedanken eben nun in eine Form gebracht (und mit jenem stillen Humor vereinigt, der sich auch selbst belächeln kann), die mehr dazu geeignet erscheint zu versöhnen, als etwa zu (wissenschaftlichem) Widerspruch herauszufordern.

Eine solche Vorgehensweise mag gerade auch etwa für Fragen moderner „Familiensoziologie“ oder der modernen „Volkskunde“ von größerer Bedeutung sein, als dies gemeinhin angenommen wird.

Religiöse Heuchelei


Eines seiner letzten Werke nannte Riehl „Religiöse Studien eines Weltkindes“ (31). Es ist ja klar, daß jemand, der sich für die Gesittung, die Denk- und Lebensweise eines Volkes interessiert, auch auf dieses Gebiet sein Augenmerk richten muß. Riehls Freund Peter Rosegger hat den in diesem Buch erschienenen Aufsatz „Problem der Konfessionsstatistik“ auch in seiner eigenen weit verbreiteten Zeitschrift „Der Heimgarten“ abgedruckt. Dieser Aufsatz behandelt an dem Beispiel eines adligen Zeitgenossen (eines „Freiherrn“) die sich damals in Deutschland und der Welt ausbreitende religiöse Indifferenz und Undurchsichtigkeit. Formell sich zu irgendeiner Konfession bekennende Zeitgenossen verstehen es auf eine fast undurchdringliche, undurchschaubare Weise, tatsächlichen Entscheidungen auf religiösem Gebiet, die sich zwangsläufig auch auf andere Bereiche auswirken müssen, aus dem Weg zu gehen.

Dies war eine jener Erscheinungen, die dann gerade dem alten Rosegger (der zwei Jahrzehnte länger lebte als Riehl), zu einem der Hauptgegenstände seines Schaffens wurden. In Roseggers (spätem) Roman „Die Försterbuben“ etwa wird eine solche Indifferenz, Undurchschaubarkeit und Unentschiedenheit auch auf Gebieten wie der Liebe zur Heimat, der Liebe zwischen Mann und Frau, der Freundschaft und Bekanntschaft allgemein - bei äußerlicher Leutseligkeit und Unauffälligkeit - dargestellt. - Riehls Aufsatz endete jedenfalls mit den Worten: „... Lehrreicher noch als eine Geschichte des Unglaubens wäre eine Geschichte des Scheinglaubens. Sie ist sehr schwer zu schreiben, denn sie führt uns in die geheimsten Winkel des grenzenlosen Individualismus der Menschenseele ... War unser Freiherr überhaupt ein Christ, war er ein Protestant? Da er sich als solchen eigenhändig in die Urlisten der Bevölkerungsstatistik eingetragen hat und diesen Eintrag durch seinen Taufschein als richtig jederzeit erweisen konnte, so haben wir durchaus kein Recht daran zu zweifeln. Wir dürfen nur bezweifeln, ob solche Einträge das Papier wert sind, auf welches sie geschrieben werden.“

Ausklang


Kehren wir zu den Novellen Riehls zurück. Da ist etwa der frühreife, hypochondrische Gelehrte, der durch ein Lehrjahr im Haus eines Meisters der Augsburger Lebkuchenzelterei (und dessen schöner Tochter) endlich zum „echten deutschen Gelehrten“ bekehrt wird („Lehrjahre eines Humanisten“). Von starrköpfigen, holsteinischen Bauernschädeln handelt eine andere („Mein Recht“). Eine weitere handelt von einem verhinderten, begabten Musiker („Der Stadtpfeifer“). Wiederum eine von einem außergewöhnlich schönen Menschen („Der Fluch der Schönheit“). Eine weitere von einem feinen, blassen, von Nonnen erzogenen Rheingauer Mädchen, das mit dem grobschlächtigen Fuhrmann Peter verheiratet wird („Die Hochschule der Demut“).

Eine Ausgabe der Novellen Riehls

Eine Novelle beginnt: „Die Fürstin gähnte.“ („Ovid bei Hofe“), eine andere: „Es war eine angstvolle Hochzeit!“ („Der Stadtpfeifer“). Zu einer die Geschichte einleitenden Hochzeit spielt die Begleitmusik der Kanonen des 7-jährigen Krieges („Der Stadtpfeifer“), einer anderen Geschichte gibt das unmittelbar auf das Hochamt folgende Geständnis der jungen Braut gegenüber ihrem Ehemann den spannungsreichen Anfang („Die Hochschule der Demut“).

Doch schließlich ist über alle diese Geschichten die ausgleichende Stimmung eines abendlichen Maientages der Rheinhügel oberhalb Wiesbadens gebreitet. Solche Maienabende erlebte der Dichter in seiner Jugend auf seinem weiten Heimweg von der Schule täglich mit seinen Schulkameraden. Diesen erzählte er dabei schon damals mit Begeisterung so manche selbst gesponnene Geschichte („Abendfrieden. Eine Novelle als Vorrede“) (38, S. 31):

Was ich auf der Wiesbadener Landstraße begonnen, das habe ich in meinen Büchern fortgesetzt: ... ... eben wenn die Kämpfe des Menschenherzens vor den Sinnen des Hörers am heißesten entbrennen, dann soll er doch in Ton und Stimme des Erzählers schon die kommende Versöhnung ahnen.“ 

Damit wollen wir diese kurze Erinnerung an Wilhelm Heinrich Riehl abschließen: „Als Meister der Gattung Novelle gehört Riehl zu den wesentlichsten Vertretern humanistischer deutscher Dichtung im 19. Jahrhundert.“ (36, S. 485) Seine „fünfzig Novellen ... erscheinen uns heute wahrlich als achtunggebietendes literarisches Vermächtnis“ (38, S. 269) - und geben dabei den Blick frei, so fügen wir an, auch auf so manches eher wissenschaftliche Anliegen Riehls.


Erich Meinecke

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/Dies ist die Originalfassung des Aufsatzes,
hier eingestellt am 27.6.17;
der Aufsatz war zuerst erschienen (in stark veränderter Form) - in: 
Die Deutsche Volkshochschule, Folge 109, August 1997, S. 16-23/ 

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  1. Riehl, W. H.: Land und Leute. Danowski-Verlag, Bialograd (13. Aufl.) 1997
  2. Riehl, W. H.: Der Stadtpfeifer. Novelle. (Bearb.: S. v. Heymann, M. Fluck, W. Schoppel, E. Amend, B. Kexel), Kreisausschuß Limburg-Weilburg, Limburg 1995
  3. Riehl, W. H.: Das Land der armen Leute. Leopold Hartmann-Verlag, Sondheim 1995 (weitere Aufl.: 1922, 1975) = Land und Leute, S. 245 - 290 (der Titel ist vornehmlich auf den Westerwald, den Vogelsberg und die Rhön bezogen)
  4. Riehl, W. H.: Wanderungen am Niederrhein. Wolfarth-Verlag, Duisburg 1991
  5. Riehl, W. H.: Drei Wunder von Kevelaer. Aus dem Wanderbuch. Verlag Bibliophile Editionen, Rom 1987
  6. Riehl, W. H.: Ein Gang durchs Taubertal. Von Rothenburg bis Wertheim. Verlag Fränkische Nachrichten, Tauberbischofsheim 2. Aufl.) 1990 = Wanderbuch (s. 13.), S. 133 – 166
  7. Riehl, W. H.: Nassauische Chronik des Jahres 1848. (Bearb. v. W. Schüler und G. Müller-Schellenberg), Schellenbergsche Verlagsbuchhandlung, Idstein/Taunus 1979
  8. Riehl, W. H.: Die Pfälzer. Ein rheinisches Volksbild. Verlag H. G. Klein, Speyer (5. Aufl.) 1973
  9. Riehl, W. H.: Der stumme Ratsherr. Rheingauer Deutsch. Hamburger Lesehefte-Verlag, Husum o. J.
  10. Leppla, Rupprecht: Wilhelm Heinrich Riehl. Gedächtnisausstellung zu seinem 150. Geburtstag, Hessische Landesbibliothek, Wiesbaden 1973
  11. Riehl, W. H.: Jugendjahre eines Volksforschers und Erzählers. Aus Riehls „Religiösen Studien“ und der Novelle „Abendfrieden“ zusammengestellt von O. Stückrath, hrsg. von der Firma Kalle A. G., Wiesbaden-Biebrich 1963
  12. Riehl, W. H.: Augsburger Studien. In: 15. (Kulturstudien), S. 286 – 362
  13. Riehl, W. H.: Wanderbuch als zweiter Teil zu Land und Leute. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, Berlin (5. Aufl.) 1925
  14. Wiegelmann, Günter: Novationsphasen der ländlichen Sachkultur Nordwestdeutschlands seit 1500. In: Zeitschrift für Volkskunde 72/1976, S. 177 – 200
  15. Riehl, W. H.: Kulturstudien aus drei Jahrhunderten. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, Berlin (6. Aufl.) 1903
  16. Riehl, W. H.: Der Geldpreis und die Sitte. In: 15. (Kulturstudien), S. 252 – 285
  17. Riehl, W. H.: Die Volkskunde als Wissenschaft. Ein Vortrag. (1858) In: 15. (Kulturstudien), S. 225 – 251
  18. Altenbockum, Jasper von: Wilhelm Heinrich Riehl 1823 - 1897. Sozialwissenschaft zwischen Kulturgeschichte und Ethnographie. Böhlau-Verlag, Köln 1994
  19. Thiergen, Peter: Wilhelm Heinrich Riehl in Rußland (1856 - 1886). Studien zur russischen Publizistik und Geistesgeschichte der zweiten Hälfte des 19. Jahrunderts. 1978
  20. Ginzel, Hannes: Der Raumgedanke in der Volkskunde unter Berücksichtigung Wilhelm Heinrich Riehls. (Diss.) Würzburg 1971
  21. Geramb, Viktor von: Wilhelm Heinrich Riehl. Leben und Wirken. Otto Müller Verlag, Salzburg 1954
  22. Geramb, Viktor von: Zu Riehls „Freien Vorträgen“. In: Hessische Blätter für Volkskunde 41/1950, S. 150 - 173 (auch als Sonderdruck)
  23. Ipsen, Gunther: Die soziale Volkskunde W. H. Riehls. Einleitung von: W. H. Riehl: Die Naturgeschichte des deutschen Volkes. Zusammengefaßt und herausgegeben von G. Ipsen. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1935, 1944
  24. Riehl, W. H.: Freie Vorträge. J. G. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1873
  25. Riehl, W. H.: Die Familie. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, Berlin (13. Aufl.) 1925
  26. Leip, Evelyn: Der Einfluß eines konservativen Familienideals. Rezeptionsgeschichte einiger Thesen Wilhelm Heinrich Riehls. 1994
  27. Schwägler, Georg: Anfänge einer Familiensoziologie bei Wilhelm Heinrich Riehl und Frederic Le Play. In: Claessens, D.; Milhoffer, P. Hg.): Familiensoziologie. Ein Reader als Einführung. Athenäum-Verlag, Königsstein/Taunus (5. Aufl.) 1980
  28. Riehl, W. H.: Die deutsche Arbeit. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart (3. Aufl.) 1883
  29. Riehl, W. H.: Die bürgerliche Gesellschaft. Hrsg. u. eingeleitet von Peter Steinbach. Ullstein-Verlag, Frankfurt/M. u. a. (12. Aufl.) 1976
  30. Lövenich, Friedhelm: Verstaatlichte Sittlichkeit. Die konservative Konstruktion der Lebenswelt in Wilhelm Heinrich Riehls „Naturgeschichte des Volkes“. Opladen 1992
  31. Riehl, W. H.: Religiöse Studien eines Weltkindes. J. G. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart (2. Aufl.) 1894
  32. Riehl, W. H.: Zur ästhetischen Kulturpolitik. Unsere musikalische Erziehung. Briefe an einen Staatsmann. In: 15. Kulturstudien), S. 363 - 446
  33. Riehl, W. H.: Musikalische Charakterköpfe. Ein kulturgeschichtliches Skizzenbuch. Cotta, Stuttgart (8. Aufl) 1899
  34. Riehl, W. H.: Zur Geschichte der romantischen Oper. Weltgeist-Bücher, Berlin o. J. (1928)
  35. Riehl, W. H.: Gesammelte Geschichten und Novellen. 2. Bd.: Kulturgeschichtliche Novellen. Neues Novellenbuch. Cotta'sche Buchhandlung Stuttgart (1. Aufl.: 1862, bzw. 1867) 1879
  36. Riehl, W. H.: Geschichten aus alter Zeit. (16 Novellen) Mit einem Nachwort von Hans Löwe. Dieterich'sche Verlagsbuchhandlung, Leipzig o. J.(1955)(1. Aufl. 1863)
  37. Riehl, W. H.: Aus der Ecke. 7 Novellen. J. G. Cotta'sche Buchhandlung, Stuttgart, Berlin (6. u. 7. Aufl.) 1923 (1. Aufl.: 1874)
  38. Riehl, W. H.: Die schönsten Geschichten und Novellen. Mit einem Nachwort von Hans Jaeger. J. G. Cotta'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart, Berlin 1928
  39. Riehl, W. H.: Musiker-Geschichten. H. Fikentscher Verlag, Leipzig o. J.
  40. Zinnecker, Andrea: Romantik, Rock und Kamisol. Volkskunde auf dem Weg ins Dritte Reich - die Riehl-Rezeption. (Diss. Augsburg 1995) Münster 1996

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